Kalikó  and  Noliko
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Atem zu Hause in mir
für Noriko


Du möchtest nach Hause
nach Hause
nach Hause
nach Hause
nach Hause
nach
Hause
du bist schon zu Hause
in dir
zu Hause in dir
in deiner Kunst
in deinem Atem
dein Atem trägt dich

deine Kunst trägt dich
du
schläfst
du ruhst
du lebst
auf den Schwingen
deines Atems

wie ein
Vogel der im Fluge ruht

Zu Hause auf den Schwingen des Windes
zu Hause
in der Luft
Auf den Schwingen deines Atems
zu Hause
in dir
in deinem
Dunkel
zu Hause
hinter deinen geschlossenen Liedern

im weiten Dunkel deines Innern
erinnern
tief
weit
du
mit dir
allein
weit
weit verbunden
du in dir zu Hause
zu Hause
du in dir
dein Atem
frei
weit

In jedem Winkel  - deiner Welt
in jedem Winkel  - deines Körpers

Weit
Weit
weiter als ein Universum
zu Hause - im Universum
zu Hause - im All
eins
eins
eins mit dir
mit dir
mit dir
selber
selber
selbst

Weit

durchpulst
durchpulst
durchpulst
durchpulst vom Rhythmus
vom Rhythmus deines Herzens.
Dein Herz,
dein Herz schlägt
dein Herzschlag trägt dich
dein Herzschlag
du dein Herz
ihr beide

gemeinsam in der Tiefe verbunden
schon lange
schon lang bevor
der erste Atem war

du
zu Hause in deinem Herzen
verwurzelt,
gegründet
gegründet
im Schlag der Welle
im Schlag des Herzens,

Rhythmus,
Rhythmus, der dich trägt
Rhythmus,
Rhythmus, indem du zu Hause bist
Rhythmus, der dich tanzt
durch das All
durch die Weite
durch das Dunkel
im Dunkel geborgen
geborgen zu Hause
in dir
zu Hause in deinem Herzen
zu Hause
zu Hause
zu Hause
hier
hier
hier
hier
hier
hier
und jetzt
jetzt
jetzt
jetzt
jetzt
jetzt
jetzt
weit
weit
weit und Licht
Licht
Licht in dir,
Licht in der Weite
Licht das dich trägt
Weit
weiß
weiß
weiß
und
weiß
weiß
weiß
und
und weit
weit
weit
weit
weit,
so weit

du
fliegst
in der
du tanzt
in der
geborgen
geborgen zu Haus
hier
und jetzt
aus dir
in dir

Weit hinein
hinaus
weit
weit,
frei,
frei,
so frei
geliebt,
getragen
geliebt,
geliebt in deinem eigenen Herzen
geliebt
geliebt
Geliebt vom Blut deiner Mutter
Geliebt von deinem eigenen Blut
Geliebt, geliebt, geliebt vom Licht deines Vaters
die Weite
der Raum
unendlich in dir
weit
weites Blut
weites Licht
Leben
Warten
Welle des Herzens
Musik
Klang der Sterne
in dir
und um dich
Zu Hause
alles
alles
zu Hause
alles in dir
um dich
du
du
du
und
ich
ich
ich
ich
ich
ich ich ichhhhhhhhhhhh
Ich hier und jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt jetzt jetzthhhhhhhhhh
Im Rhythmus meines Herzens
Badam badam badam badam badam badam badam badam badam
Im Rhythmus des Universums
Welle der Welt
Welle des Atems, die mich trägt
von hier
überall hin
niemals allein
weit
frei
gelassen
immer da
da
da - hier
hier
jetzt
ich
du
die
die
der
das
das
das
ich
du
w
w
w
Wwwir
Wwwir
Wwwir
Wwwir
wwwas
das
das da
Wwwort
Wwwort
Klang
wort klang
ba-dam
Ahhh
Ahhhhum
Ahum
OM
OM
AUM
AUM

Kalikó
17.1.2026




OM OM AUM – Atem zu Hause in mir
1. Projektidee und künstlerisches Vorhaben
„OM OM AUM – Atem zu Hause in mir“ ist ein interdisziplinäres Performanceprojekt mit partizipativem Workshop-Format. Der Aufführungsraum wird dabei nicht als klassische Bühne verstanden, sondern als ein lebendiger Resonanzraum, in dem Körper, Stimme, Emotionen und malerische Prozesse miteinander in Beziehung treten.
Wir leben heute in einer Welt, die von einer großen Menge an Informationen, Erwartungen und Entscheidungen geprägt ist. Viele Menschen erleben einen starken Druck, bestimmte Rollen zu erfüllen, im Wettbewerb zu bestehen, Anerkennung zu erhalten und ihren Lebensunterhalt zu sichern. In diesem Spannungsfeld entstehen häufig innere Konflikte und Unsicherheiten.
Solche Unsicherheiten können weitere Ängste erzeugen und manchmal auch zu gesellschaftlichen Spannungen und Ausgrenzung führen. Ein möglicher Grund dafür ist, dass Menschen immer weniger Zeit und Raum haben, um mit ihrer eigenen inneren Wahrnehmung und ihrem Körpergefühl in Kontakt zu sein.
Selbst wenn äußere Bedingungen als „glücklich“ gelten, bedeutet das nicht automatisch, dass Menschen tatsächlich Glück oder Zufriedenheit empfinden.
Aus meiner Perspektive entsteht ein Gefühl von Freiheit und Glück dann, wenn der Körper entspannt ist, wenn wir spüren, dass wir im Moment präsent sind und dass wir an unserem Platz sein dürfen – und wenn wir unsere Kreativität frei entfalten können.
Dieses Projekt möchte einen Raum schaffen, in dem solche Erfahrungen durch Kunst möglich werden.
Das Projekt entsteht als deutsch-japanische Zusammenarbeit zwischen
Kalikó (Performance, Stimme, Text, Theater) und
Noriko Mazda (Malerei, Rauminstallation, Performance).
Der Titel „OM OM AUM – Atem zu Hause in mir“ bezieht sich auf eine klangliche Form von Atem und Resonanz. Er erinnert an eine ursprüngliche körperliche Schwingung – eine Erfahrung, die Menschen zu sich selbst zurückführen kann.
Während der Performance
hinterlassen Bewegungen sichtbare Spuren im Raum
verändern Stimme und Klang die räumliche Wahrnehmung
entsteht Malerei als Prozess im Moment
wird auch das Publikum Teil der Raumkomposition
So löst sich die Grenze zwischen Bühne und Publikum auf, und der Raum wird zu einem gemeinsamen Erfahrungsfeld.

2. Experimenteller Ansatz
Das experimentelle Potenzial des Projekts zeigt sich auf mehreren Ebenen.
Auflösung klassischer Rollenverteilungen
Die Grenze zwischen Performer*innen und Publikum wird bewusst geöffnet. Nach einem performativen Auftakt verwandelt sich die Situation in einen gemeinsamen Erfahrungsraum.
Raum als künstlerisches Material
Architektur, Akustik, Körperpräsenz und entstehende Bildspuren beeinflussen sich gegenseitig. Jede Aufführung wird ortsspezifisch.
Improvisation als Methode
Ausgehend von Kalikós Gedicht „Nach Hause gehen“ entwickelt sich das performative Material im Moment.
Prozess statt Produkt
Der Fokus liegt auf der gemeinsamen Erfahrung und Wahrnehmung, nicht auf einem abgeschlossenen Kunstwerk.

3. Methodischer Ansatz
Das Projekt verbindet verschiedene Elemente:
Körperarbeit und einfache Stretch-Übungen
improvisierte Performance
malerische Prozesse
gemeinsames Lesen von Gedichten
einfache mentale Übungen zur inneren Ruhe
Die Gedichte von Kalikó fungieren dabei als Orientierung, die Menschen dabei unterstützen kann, zu sich selbst zurückzukehren und ein Gefühl von „Ich darf hier sein“ zu erleben.
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